Was ist ein BARF Menü?

BARF Menü selber machenImmer häufiger hört man zum Thema BARF auch den Begriff „BARF Menü“. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Wie portioniere und stelle ich ein BARF Menü selbst her? Wo kann ich es fertig kaufen und worauf sollte ich dabei achten? Das alles zeige ich dir hier!

Bei einem BARF Menü spricht man von einer Hundemahlzeit, die bereits die wesentlichen Bestandteile des Futters nach dem BARF-Prinzip enthält.

So ein BARF Menü kannst du für deinen Hund ganz einfach selber machen oder als mehr oder minder „fertiges Menü“ kaufen. Die Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Vorteile und Nachteile zeige ich dir hier.

BARF-Menü selber machen

Bei einem selbst gemachtem BARF Menü berechnest du anhand eines BARF-Rechners oder einer Vorlage, die es beispielsweise in vielen BARF-Büchern gibt, den täglichen und wöchentlichen Futterbedarf deines Hundes. Dazu gehören verschiedene Fleischsorten- und arten, Knochen und Knorpel, Öle, Gemüse und Obst, sowie Kohlenhydrathe (wenn gewollt) und gegebenenfalls Nahrungsergänzungen.

Rationieren

Der erste Schritt zum passenden BARF Menü für deinen Hund ist also die Berechnung der Rationen. Das machst du im Grunde nur einmal bzw. passt die Rationen entsprechend an, wenn sich beispielsweise folgende Veränderungen ergeben:

  • deine Hündin trächtig ist
  • dein Hund sich mehr oder weniger bewegt
  • der Hund alt wird
  • dein Welpe zum Junghund wird
  • dein Hund krank ist

Portionieren

Nehmen wir mal an, dein Hund benötigt täglich 230 Gramm Fleisch. Eine exakt ausgewogene Portion bekommst du nicht bei jedem BARF Händler. Es gibt zwar BARF Läden mit Frischfleisch-Theken, in denen du genaue Angaben zu den gewünschten Portionen machen kannst und diese auch so bekommst, das ist jedoch eher selten.

Barf Gemüse ZubereitungStärker durchgesetzt hat sich, dass die Portionen meist gefroren in jeweils 250 Gramm-, 500 Gramm- und 1 kg-Portionen verkauft werden.

Bei einem Tagesbedarf von 200 Gramm benötigst du wöchentlich 1.400 Gramm Fleisch. Du kannst nun jeweils für einen Tag eine 250 Gramm-Portion kaufen oder du bedienst dich der größeren Abpackungen mit 500 Gramm und 1kg Portionen.

Der Vorteil der größeren Portionen ist, dass du nicht jeden Tag 50 Gramm der Nahrung zurücklegen und aufbewahren musst, um deinem Hund nicht zu viel zu fressen zu geben. 500 Gramm oder 1kg Portionen lassen sich da wesentlich besser portionieren.

Für dieses Beispiel würde ich zu der 1kg Portion greifen und diese noch im gefrorenen Zustand mit einem Elektromesser* oder Fleischerbeil in 5 200-Gramm-Portionen zerteilen und wieder in das Frostfach legen.

Ein Hinweis am Rande..

Auch wenn du eine 200 Gramm-Portion pro Tag für deinen Hund errechnest, muss das längst nicht dem tatsächlichen Bedarf deines Hundes entsprechen. Ist dein Hund sehr aktiv, kann es gut sein, dass er etwas mehr Fleisch benötigt und auch die 250Gramm-Portion daher gut für ihn geeignet wäre.

Es kann aber auch sein, dass dein Hund weniger Futter benötigt. Dann kannst du die Rationen minimal senken.

Ob dein Hund zu viel oder zu wenig Futter bekommt, bemerkst du nicht nur am Hunger deines Hundes, sondern auch an seinem Aussehen. Nimmt er zu, solltest du die Menge langsam minimieren. Nimmt er ab, kannst du ihm etwas mehr Futter geben. Grob sagt man, dass die tägliche Futtermenge zwischen 2% und 4% des Körpergewichts des Hundes beträgt. Das kann aber je nach Alter, Rasse und Aktivität variieren.

Zusammenstellung

Nun besteht das selbst gemacht BARF Menü nicht nur aus Fleisch, sondern sollte nach dem Prinzip einer natürlichen Hundeernährung auch Knochen und Knorpel, Innereien, Gemüse und Obst, sowie Öle und andere Zusätze enthalten, die den Hund fit und gesund halten.

Welche Mengen du hier füttern solltest, errechnest du dir ebenso wie die Fleischmengen. Welche Obst- und Gemüsesorten du füttern kannst, erfährst du in der Rubrik BARF Gemüse.

Die Zusammenstellung des BARF Menüs kannst du durchaus anhand von sogenannten BARF Rezepten vornehmen.

Mein Credo bei der Fütterung meiner Hunde ist jedoch: In den Napf kommt vor allem das, was den Beiden auch schmeckt. Mit Roter Beete brauche ich den Beiden beispielsweise so gar nicht ankommen. Und das ist auch okay. Ich mag schließlich auch nicht alles essen.

Daher sind BARF Rezepte für mich eher Inspiration. Am Anfang sind sie sehr hilfreich, um die Zusammenstellung des BARF Menüs zu variieren. Irgendwann hat man da aber den Bogen raus und variiert selbständig.

BARF-Menü kaufen / Online bestellen

BARF GemüseNeben des selbst gemachten BARF Menüs kann man mittlerweile auch ganze BARF Menüs kaufen.

Gefrorene BARF-Komplettmenüs finde ich vor allem für den Urlaub super hilfreich. Sofern dort ein Gefrierschrank oder zumindest ein Kühlschrank vorhanden ist.

Solch ein Komplettmenü besteht im klassischen Sinne aus Fleisch, Knorpel, Gemüse, Obst, Flocken usw. – diese Menüs gibt es je nach Alter, Aktivität und Gesundheitszustand des Hundes beispielsweise als „Lecker-Spezial-Menü“ bei tackenberg.de*. 

Weitere BARF Shops, bei denen du Frischfleisch und teils auch BARF Menüs kaufen bzw. online bestellen kannst, findest du hier bei uns in dieser Auflistung.

Sehr praktisch daran ist, dass man sich diese Menüs beispielsweise auch an den Urlaubsort (bspw. das Ferienhaus) liefern lassen kann. Das benötigt nur ein wenig gute zeitliche Planung.

Generell bin ich jedoch nicht dafür, die Fütterung meiner Hunde permanent mit BARF Komplettmenüs zu realisieren.

Auf der einen Seite bin ich dadurch wieder eingeschränkt und auf die Variationen der BARF Menü-Anbieter angewiesen.

Andererseits muss ich meiner älteren Hündin und meinem jüngeren Rüden eh noch Ergänzungen hinzufügen.

Außerdem ist eines der ausschlaggebenden Argumente für BARF für mich, dass ich ziemlich genau weiß und entscheiden kann, was in den Napf kommt. Auch die Qualität und die Herkunft des Fleisches geht mich etwas an. Bei einem BARF Menü, dass quasi fertig nach Hause geliefert wird, gebe ich all diese Entscheidungen somit wieder aus der Hand.

Das ist aber eine Sache, die jeder ganz subjektiv für sich selbst entscheiden muss.

BARF in Dosen (?)

Nun gibt es aber auch „BARF Menüs“, die in Dosen angeboten werden. Hier muss man sagen: nicht alles was sich in einer Dose befindet und wo „BARF“ draufsteht, enthält dann auch tatsächlich „BARF“.

In der Regel muss „Futter in Dosen“ konserviert werden. Diese Konservierung erreicht man durch Konservierungsstoffe und / oder Konservierungsprozesse, wie bspw. Erhitzen.

Fleisch, das auf diese Art und Weise konserviert wurde, ist am Ende aber kein Frischfleisch im Sinne des BARF mehr.

Außerdem solltest du darauf achten, ob es sich bei diesen vermeintlichen „BARF Menü-Dosen“ tatsächlich um ein Alleinfuttermittel / Einzelfuttermittel oder nur um ein Ergänzungsfuttermittel für Hunde handelt.

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